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Weniger Elektroschrott: Nachhaltige Hi-Tech Geschenke zu Weihnachten

Mehr als ein Drittel der deutschen Männer haben sich 2013 Elektrogeräte zu Weihnachten gewünscht und auch bei  jungen Teenagern steht Unterhaltungselektronik hoch im Kurs. Dabei ist Elektroschrott der am meisten wachsende Müllberg und auch der ökologische Fußabdruck von elektronischen Geräten ist massiv. Aber wie gehen Hi-Tech-Geschenke zu Weihnachten nachhaltig und was kannst du tun, um die Elektroschrott-Berge einzudämmen?

Der Beitrag ist in Kooperation mit Treedom entstanden.

Das Problem mit dem Elektromüll

Alte Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Handys oder Computer: In den 27 EU-Staaten wanderten 2018 rund 4 Millionen Tonnen ausgedienter Elektro- und Elektronikgeräte in den Müll. Das entspricht rund 8,9 Kilogramm pro Person pro Jahr.

Laut Statistischem Bundesamt ist Österreich übrigens gleich nach Schweden mit 13,2 kg Spitzenreiter. Zum Vergleich: Rumänien bildet das Schlusslicht. Hier fallen pro Person 2,4 Kilogramm Elektroschrott an. 

Elektroschrott ist der am meisten wachsende Müllberg, aber nicht nur das ist ein Problem. Auch an der richtigen Entsorgung hapert es gewaltig. 

Laut ZDF erreicht der Elektroschrott in diesem Jahr mit 57,4 Millionen Tonnen weltweit einen neuen Höchstwert. Dabei wurden 2019 nur 17,4 Prozent des produzierten Elektroschrotts eingesammelt und recycelt. Aber warum ist es überhaupt problematisch, wenn der Elektroschrott nicht richtig entsorgt wird? 

Warum Elektroschrott im Hausmüll nichts verloren hat

Quelle: ZDF

In Elektrogeräten stecken wertvolle und teils seltene Rohstoffe, wie zum Beispiel Kupfer, Aluminium oder Gold. Um diesen Rohstoffen zumindest die Möglichkeit einer Rückgewinnung zu geben, müssen sie unbedingt korrekt entsorgt und zum Beispiel zu Wertstoffhöfen gebracht werden. 

Bei der Verwertung der Altgeräte werden 80 % der Gerätemassen dem Recycling zugeführt, während 10 % thermisch verwertet werden.  Die aktuelle Recyclingpraxis besteht dabei aus drei Schritten:

 

  • die Schadstoffe werden manuell entfernt
  • danach werden die Materialien in mehreren Stufen maschinell zerkleinert und
  • anschließend wird das Material voneinander getrennt

Recycelt werden allerdings nur Massenmetalle, die leicht rückgewinnbar sind,  wie Stahl, Kupfer oder Eisen. Seltene Erden, Tantal, Gallium und Indium haben globale Recyclingraten von unter einem Prozent, schreibt der NABU.

 

Das Recycling beim Elektroschrott hat also durchaus seine Grenzen. Oft stecken in den Geräten auch Metall- oder Kuntstoffverbindungen, die so komplex verbaut sind, dass sie sich nicht trennen und schlussendlich auch nicht recyceln lassen.

 

Hinzu kommt, dass Elektrogeräte mitunter gesundheitsgefährdende oder umweltschädliche Stoffe enthalten. Dazu gehören Quecksilber in Energiesparlampen oder klimaschädigende ⁠FCKW⁠-haltige Kältemittel in Kühlschränken. Damit diese Stoffe nicht unkontrolliert in der Umwelt landen, gehören sie richtig entsorgt.

 

Sowohl die Entsorgung des Elektroschrotts als auch das Wachstum ist also ein Problem. Aber warum steigen unsere Elektroschrott-Berge überhaupt so rasant an? 

Warum wachsen die Elektromüllberge?

Weniger Elektroschrott - nachhaltige Hi-Tech
(C) John Cameron on Unsplash

In unserer digitalen und schnelllebigen Welt sind neue Geräte rasch von gestern. Mehr als 60 % der Deutschen ersetzen zum Beispiel noch funktionierende Flachbildfernseher, weil ein neues Gerät vermeintlich besser ist. Laut einer Studie des Umweltbundesamts und des Öko-Instituts, kaufen nur ein Viertel der Befragten ein neues Gerät, weil das alte kaputt war. 

 

Bei Smartphones sehen die Zahlen ähnlich aus:

  • 40 % der Deutschen wollen innerhalb von drei Jahren auf ein neues Handy wechseln, um ein besseres Gerät zu haben 
  • 28 % bekommen durch ihren Vertrag regelmäßig ein neues Handy 
  • und nur 9 % tauschen die Geräte aus, weil es defekt ist oder die Akkuleistung zu schwach

 

Der durchschnittliche Lebenszyklus eines Smartphones liegt bei unter zwei Jahren. 

 

Das eine Problem ist also die Schnelllebigkeit und das Gefühl, dass das alte Gerät nicht mehr gut genug ist. Das andere die Wertigkeit. In unserer konsumgeprägten Gesellschaft, ist ein Handy oder ein Laptop ein Wegwerfgerät. Wir kaufen uns lieber etwas Neues, anstatt das Alte reparieren zu lassen.

Hinzu kommt, dass Reparaturen oft aufwendig und teuer sind und sich im Verhältnis zu einem neuen Gerät nicht lohnen.
Außerdem gibt es bei vielen Elektrogeräten die sogenannten Sollbruchstellen. Hersteller*innen bauen die Geräte so, dass sie entweder mechanisch kaputtgehen oder zum Beispiel ein Handy nach einem bestimmten Softwareupdate nicht mehr funktioniert.

Hier sind zum einen wir als Konsument*innen gefragt, vor allem aber Politik und Wirtschaft.

Umweltauswirkungen von Elektronikgeräten

Gerade Smartphone- und Computerfabringen sind Großverbraucher*innen von Gold, Silber oder seltenen Erden. Diese Mineralien sind unerlässliche Komponenten in der Herstellung der Geräte, die wir täglich brauchen und nutzen. Dabei hat ihr Abbau eine extrem starke Auswirkung auf Ökosysteme und Umwelt. Hinzu kommen die katastrophalen sozialen und menschlichen Bedingungen, unter denen die Menschen in den Bergwerken, oft unter Lebensgefahr, arbeiten. 

 

Die größten Umweltauswirkungen im gesamten Lebenszyklus eines Smartphones, Tablets oder Computers entstehen in der Produktion selbst. Deshalb ist es wichtig, die Geräte so lange wie möglich zu nutzen, reparieren zu lassen und am Ende des Zyklus ordnungsgemäß zu entsorgen. Trotzdem gilt: Das umweltfreundlichste Hi-Tech-Gerät ist das, was nie gebaut wird. 

 

Was also sind deine Alternativen? 

Das nachhaltigste Hi-Tech Weihnachtsgeschenk

(C) Elvira Visser on Unsplash

Das Hoch der Hi-Tech-Geräte ist, wie könnte es anders sein, die Weihnachtszeit. Wie wäre es also mit einem Hi-Tech-Geschenk, das all die vorher genannten Umweltauswirkungen nicht nur außen vor lässt, sondern auch noch gegen sie ankämpft? Genau so ein Hi-Tech-Geschenk ist ein Baum von Treedom

 

Denn Bäume 

  • haben ein unvergleichliches Design – abhängig von Jahreszeit und Ort. Du brauchst kein neues Gerät. Ein Baum ist immer up-to-date. 
  • bieten eine ultraschnelle Verbindung zwischen Mensch und Natur. Egal in welchem Netz. 
  • bieten ein modernes und langlebiges Betriebssystem für die Obst- und Gemüseproduktion, ohne lästige Softwareupdates. 
  • sind kompatibel mit fast jedem anderen Modell der Reihe dank des neuesten Standes der Artenvielfalt.

 

Zusätzlich unterstützen die Bäume bei Treedom die SDGs. Sie können im globalen Süden gepflanzt werden und unterstützen dort vor Ort lokale Communities.

Ein Treedom Baum ist übrigens kein gewöhnlicher Baum: mit seinen ausgefallenen Features kann er mit einem Namen und einer Botschaft versehen werden und verschenkt werden – von überall, an jede*n. Außerdem bekommst du 10 Jahre Garantie – welches anderes Hi-Tech-Geschenk kann das schon von sich behaupten? 

Selbst wenn es trotzdem ein Elektrogerät zu Weihnachten sein soll, kannst du mit deinem Hi-Tech-Baum von Treedom einen Teil der Emissionen wieder ausgleichen: Er absorbiert CO2, produziert Sauerstoff, foltert Wasser und verhindert Schallerosionen. 

Um dann noch möglichst nachhaltig mit der Be- und Entsorgung von Elektrogeräten zu Weihnachten umzugehen, kommen hier noch ein paar Tipps.

Nachhaltiger Umgang mit Hi-Tech-Geschenken zu Weihnachten

Nachhaltiger Umgang mit Hi-Tech-Geräten an Weihnachten (und auch sonst zu jeder anderen Zeit im Jahr):

  • ein Elektrogerät ist kein Wegwerfartikel! Lass defekte Geräte unbedingt reparieren, bevor du ein neues kaufst. Dabei helfen kann das Repa-Net
  • Kaufe Secondhand. Ob bei Refurbed oder Willhaben – dort gibt es meist schon Geräte, die nicht älter sind als ein halbes Jahr. 
  • Kaufe so nachhaltig, wie möglich. Bei der Umweltberatung erfährst du mehr über Siegel und Co. 
  • Gleiche aus. Wenn es ein neues Gerät sein soll, gleiche die CO2-Emissionen, zum Beispiel mit einem Hi-Tech Baum von Treedom, aus. 


Tipps zur richtigen Entsorgung von Elektrogeräten: 

 

  • Ist das Gerät wirklich hinüber und lässt sich nicht mehr reparieren, lass es auf keinen Fall einfach im Restmüll verschwinden:
    • Wer Elektrogeräte verkauft, muss sie auch zurücknehmen, vorausgesetzt der Laden des Händlers oder der Händlerin hat eine Größe von 400 Quadratmetern. Dabei spielt es keine Rolle, ob du dein Gerät in dem Geschäft gekauft hast, zu dem du es zurückbringst. 
    • Alternativ bringst du es zum Mistplatz oder den Problemstoffsammelstellen, wo es ordnungsgemäß entsorgt wird 
  • Dein Handy kann sich mit der Ö3 Wundertüte noch nützlich machen. Die Tüte kannst du kostenlos anfordern, dein Handy hineingeben und es so umweltgerecht entsorgen und damit bargeldlos für Familien in Not in Österreich zu spenden. 
  • Laptops und Handys kannst du zum Beispiel über das Projekt „ReUse Notebook“ kostenlos einschicken. Dort werden die Geräte nach einer zertifizierten Datenlöschung erneut verwendet oder hochwertig recycelt.


Wenn du dich noch mehr zum Thema Elektroschrott informieren möchtest, kann ich dir die Dokumentation Welcome to Sodom wärmstens ans Herz legen.

Sollte ich dich für ein nachhaltiges Hi-Tech-Weihnachtsgeschenk à la Treedom begeistert haben, bekommst du mit dem Code ZEROWASTEA 10 % Rabatt auf deine Anpflanzung.  Ich bekomme hier keine Provision, aber ich finde Treedom ist eine tolle Möglichkeit, dem Elektro-Geschenke-Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

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