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Zero Waste

Wo kann man in Wien verpackungsfrei einkaufen?

Verpackungsfrei einkaufen ist bei manchen Lebensmitteln ganz einfach – insbesondere, wenn es um Obst und Gemüse geht. Selbst beim Hofer oder beim Billa bekommt man einiges ohne unnötige Plastikverpackung. Schwieriger wird es, wenn man nicht nur verpackungsfrei, sondern zusätzlich auch noch regional und saisonal einkaufen will. Paradoxerweise sind insbesondere Bio-Lebensmittel aus unerfindlichen Gründen so gut wie immer eingeschweißt. Was bleibt also?

Prioritäten setzen, wenn es schnell gehen muss und ich keine andere Wahl habe, als im Supermarkt zu kaufen.

Falls es nur eingepackt und bio oder unverpackt und nicht-bio, aber regional gibt, ist letzteres meine erste Wahl. Ansonsten gilt: Einkaufen auf dem Markt oder im verpackungsfrei Laden. Aber ja, natürlich erfordert das Planung und Zeit, und kostet, ohne Frage, mehr Geld. Aber sind wir mal ehrlich: Die 3 bis 5 Bier jedes Wochenende in irgendeiner Bar sind doch auch drin, oder? Warum dann nicht das Geld für qualitativ hochfertige und unverpackte Lebensmittel? Damit das verpackungsfreie-bio-qualitäts-einkaufen schneller geht, folgt die Liste für Wien und Umgebung, die ich stetig erweitern werde und auf die nur Möglichkeiten kommen, die ich selbst getestet habe. Denn auch ich probiere aus, lerne Neues kennen und dazu und bin noch ganz am Anfang meiner Minimalwaste-Karriere.


Märkte

  • Der Biobauernmarkt in der Langen Gasse jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr. Die perfekte Beschreibung für den Markt liefert Richtig gut essen.
    Mein Tipp: Wiener Honig. Hier gibt’s nicht nur die Standard-Sorten, sondern auch richtig gute Kombinationen wie Apfelstrudel oder Zitrone-Mohn. Probiert euch durch!
    Achtung: Wenn keine Preise angeschrieben sind, fragt und vergleicht die Stände – zum Teil sind die Preise überdurchschnittlich hoch.

  • Der Biomarkt im WUK jeden Freitag von 10 bis 18 Uhr. Mal ganz abgesehen davon, dass ich die Atmosphäre des WUK super gerne mag, gibt es hier zusätzlich zu bio, regional und unverpackt viele Produkte des AMS und des Biohofs Adamah, die zur Sozialen Landwirtschaft Gänserndorf gehören und eine Initiative für Langzeitarbeitslose und deren Wiederintegration in den Arbeitsprozess anbieten. Sozial und nachhaltig sind jawohl zwei unschlagbare Argumente.

  • Markta.at ist eigentlich ein digitaler Bauernmarkt. Seit April gibt’s Markta allerdings hautnah und zum Anfassen einmal im Monat in der Nordbahnhalle zu bewundern. Dort stellen sich einige der Lieferanten vor, man kann probieren und eben auch einen Teil seines Wocheneinkaufs erledigen….und hinterher im Hof der Nordbahnhalle den Abend mit ein oder zwei Bier ausklingen lassen. Absolut empfehlenswert. Die nächsten Termine sind am: 24. Mai, 28. Juni, 26. Juli und 23. August. Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung. 


Verpackungsfrei Läden 

  • Der Geißler in der Albertgasse – ein kleiner, aber ganz feiner verpackungsfreier Laden. Man bekommt, alles, was man zum täglichen Leben so braucht und einiges, was man nicht unbedingt braucht, das Leben aber deutlich schöner macht — wie zum Beispiel getrocknete Erdbeeren in Zartbitterschokolade. Mal ganz abgesehen davon, dass der Besitzer super nett ist, gibt es noch weitere Pluspunkte: Kommt man mal spontan und unvorbereitet kann man einfach Gläser leihen – ohne Gebühr. Außerdem gibt es einen WhatsApp Service, bei dem man nicht nur über die aktuellen Lieferungen informiert wird, sondern auch gleich bestellen kann.

  • Lieber Ohne hat alles. Wirklich ausnahmslos alles. Von Lebensmitteln, über Kosmetik- und Putzartikel bis hin zu Alternativen Verpackungen wie der Naturtasche oder Wachstüchern – übrigens perfekt, wenn die Dose nicht in die Tasche passt, man aber trotzdem nichts in Alufolie oder Plastiktüte einpacken will. Außerdem, damit auch wirklich keine Lebensmittel in die Tonne kommen, eine Küche und täglich wechselnde Mittagsmenüs. Gläser gibt’s gegen 1€ Pfand Gebühr.


Online 

  • Das Adamah Biokistl ist die Alternative, für alle, die keine Zeit haben, auf den Märkten oder im Verpackungsfrei Laden einkaufen zu gehen. Man kann die Kiste ganz einfach online bestellen und sie wird direkt zur Tür geliefert. Je nach Bedarf kann man die Größe der Kiste und auch den Inhalt wählen. Sei es Mutter-Kind-Kiste, Obst- oder Gemüse, regional oder eben nicht. Zusätzlich bietet der Biohof viele Produkte im Glas an, wie Milch, Sauerrahm oder Agavendicksaft. Ich habe die kleine regionale Kiste für etwa 17€ bestellt und bin mit der Auswahl und der Menge absolut zufrieden. Man muss nur ein bisschen vorausplanen: Die Kiste wird nur an bestimmten Tagen, je nach Bezirk, ausgeliefert und je nachdem richtet sich die Bestellfrist für die kommende Woche.

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